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Auf unseren Internetseiten finden Sie alle Informationen über das Forum für Sinti und Roma e.V., unsere Beratungsangebote, die Aufgaben und Ziele des Zusammenschlusses von Sinti und Einrichtungen Probstei St Clemens 900x600 cef61f5ba4Roma für Sinti und Roma in Hannover und in Niedersachsen. Unser Beratungsbüro ist im Gebäude der Probstei St.Clemens, Goethestrasse 33/ Ecke An der Basilika, Seiteneingang untergebracht. Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung Telefon 0511 760 22 883

Geschichte

Der Antiziganismus hat in Europa eine lange Tradition. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert unterlagen die als „Heiden", „Zigeuner" oder „Ägypter" bezeichneten wie die gesamte Armutspopulation außerhalb der Untertanenverbände einem rigiden rechtlichen, ökonomischen  und gesellschaftlichen Ausschluss. Sie waren grundsätzlich rechtlos, nirgendwo aufenthaltsberechtigt und also zur Dauermigration gezwungen, auf Nischenerwerbsweisen verwiesen und als „herrenloses Gesindel" stigmatisiert.

Der Antiziganismus fand seinen traurigen Höhepunkt in der Verfolgung, Deportation und Ermordung hunderttausender europäischer Roma unter der Nazi-Herrschaft. Eine umfassende Darstellung findet sich unter dem Begriff Porajmos (das Grosse Verschlingen)  bei Wikipedia

Zu "Volks- und Reichsfeinden" gehörten im NS-Regime alle Menschen, die keinen Platz in der nationalsozialistischen Vorstellung der deutschen Volksgemeinschaft hatten. Dazu zählten neben Juden vor allem "Zigeuner". Die sich selbst Sinti und Roma nennende Bevölkerungsgruppe war Schikanen ausgesetzt und wurde von den Nationalsozialisten ab 1933 schrittweise ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt. Alle Maßnahmen gegen Juden wurden auch auf Sinti und Roma angewandt. Sie sollten aus Berufsorganisationen wie der Handwerkskammer oder den Unterabteilungen der Reichskulturkammer ebenso ausgeschlossen werden wie später aus der Wehrmacht.

Sinti und Roma waren schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik mit diskriminierenden Auflagen verbundenen Registrierungen und repressiven Überwachungen unterworfen. Offiziell galten diese staatlichen Erfassungsmaßnahmen gegenüber den mit vielfältigen Stereotypen behafteten "Landfahrern" einer vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 geschah die Ausgrenzung und Verfolgung der ursprünglich aus Indien stammenden und seit dem Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit in Deutschland ansässigen Bevölkerungsgruppe vor allem auf Grundlage rasseideologischer Kriterien. Auf die geschätzten 30.000 in Deutschland lebenden Sinti und Roma übertrug das NS-Regime die Bestimmungen der Nürnberger Gesetze von 1935. Damit degradierte es die als "fremdrassig" und "undeutschen Blutes" Stigmatisierten zu Menschen minderen Rechts. So waren ihnen etwa ab 1936 zur "Reinhaltung des deutschen Blutes" Eheschließungen und außerehelicher Geschlechtsverkehr mit "Ariern" unter schwerer Strafe verboten.

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