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Auf unseren Internetseiten finden Sie alle Informationen über das Forum für Sinti und Roma e.V., unsere Beratungsangebote, die Aufgaben und Ziele des Zusammenschlusses von Sinti und Einrichtungen Probstei St Clemens 900x600 cef61f5ba4Roma für Sinti und Roma in Hannover und in Niedersachsen. Unser Beratungsbüro ist im Gebäude der Probstei St.Clemens, Goethestrasse 33/ Ecke An der Basilika, Seiteneingang untergebracht. Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung Telefon 0511 760 22 883

Die Zahl der Roma-Kinder, die in Hannover zur Schule gehen, ist wesentlich größer als bislang öffentlich bekannt. Viele von ihnen stellen Lehrer vor große Herausforderungen. Bis zu 300 schulpflichtige Kinder aus Roma-Familien gibt es nach Schätzungen der Landesschulbehörde in Hannover. Etwa die Hälfte davon sei noch im Grundschulalter, sagte eine Sprecherin der HAZ.

 Genaue Zahlen gibt es nicht, weil weder die Stadt noch das Land ethnische Zugehörigkeiten statistisch erfassen. Um den betroffenen Schulen zu helfen, hat das Land Niedersachsen Ende vergangenen Jahres eine Arbeitsgruppe Roma ins Leben gerufen. Nach deren Erkenntnissen sind die Roma-Kinder sehr ungleich auf die hannoverschen Schulen verteilt. Geplant ist deshalb jetzt, Integrationshilfe für die Schulen zu finanzieren. Viele der Kinder stammen aus Familien von Armutszuwanderern aus Rumänien, Bulgarien oder Spanien. Viele waren zuvor unregelmäßig oder nie in einer Schule, sind also Analphabeten. Ihr unregelmäßiges Erscheinen - Fachjargon: Schulabsentismus - ist ein großes Problem. Häufig reisten Eltern, wenn sie Probleme vermuteten, mit der gesamten Familie in die Heimat - auch mitten im Schuljahr. Es sei schon ein Fortschritt, wenn die Eltern ihre Kinder vom Unterricht abmeldeten, berichtet eine Schulleoterin. „Manchmal sind sie plötzlich ein, zwei Monate weg.“ Für Kinder, die zuvor nie in einer Schule gewesen seien, sei der Schulbesuch zunächst ein „Kulturschock“. Es sei sehr kompliziert, ihnen Regeln zu vermitteln. Oft könne man sich nur mit Händen und Füßen verständigen. Ein Bildungslotse, der neben Rumänisch oder Bulgarisch auch Romanes, die Sprache der Roma, spreche, sei dringend notwendig. Statt Zeugnissen sollte es Berichte zum Lernstand geben, fordert die Schulleiterin, dazu anfangs verkürzte Unterrichtszeiten, um den Kindern den Einstieg ins deutsche Bildungssystem zu ermöglichen. Große Herausforderungen also für die Schulbehörden, Stadt Hannover und das Land. Integration hat nur Chancen, wenn es gelingt, den Romakindern enen erfolgreichen Weg in die Schule und zu einem Bildungsabschluss zu ermöglichen. Dann können sie auch dazu beitragen, dass ihre Eltern und älteren Geschwister überzeugt werden, ein Teil der Gesellschaft zu werden. 

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