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Auf unseren Internetseiten finden Sie alle Informationen über das Forum für Sinti und Roma e.V., unsere Beratungsangebote, die Aufgaben und Ziele des Zusammenschlusses von Sinti und Einrichtungen Probstei St Clemens 900x600 cef61f5ba4Roma für Sinti und Roma in Hannover und in Niedersachsen. Unser Beratungsbüro ist im Gebäude der Probstei St.Clemens, Goethestrasse 33/ Ecke An der Basilika, Seiteneingang untergebracht. Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung Telefon 0511 760 22 883

Rassismus und Verachtung gegenüber Minderheiten äussern sich immer wieder im Alltäglichen, also in der Art und Weise, wie Begriffe, Bezeichnungen oder Klischees verwendet werden. Ebenso aber auch, wenn auf den diskriminierenden oder menschenverachtenden Hintergrund verwiesen wird und die so Ertappten sich empört wehren oder das Ganze als läppisch oder völlig übertrieben darstellen. Die Reaktionen auf die Forderungen nach Verbannung der Bezeichnungen Zigeunersuace oder Zigeunerschnitzel sind ein Paradebeispiel dafür - und ein Paradebeispiel dafür, wie wenig sich im alltäglichen Rassismus oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geändert hat. Da sitzen Ressentiments gerade gegen Sinti und Roma tief verwurzelt, sie gelten grundsätzlich als suspekt und selbst halbwegs aufgeklärte und kritisch nachfragende Journalisten trauen ihnen eigentlich alles zu - vom Wäsche- bis zum Kinderklauen.

Die Analyse der Reaktionen zum Thema Zigeunersauce zeigt eben, wie schäbig weiter mit dieser Minderheit umgegangen wird, so das Fazit des Hannoverschen Sozialwissenschaftlers Wolfram Stender, im Artikel der Neuen Presse sehr deutlich beschrieben.

Mehr als schäbig ist allerdings das, was der Bild-Kolumnist, Mitglied des EKD-Rates und Autor diverser frommer Werke Peter Hahne als besonderen Beitrag zu dieser Debatte liefert. Insbesondere von der Hintergrund, dass sich dieses Buch und seine Kolummnenattacken gegen "Gutmenschen" ( wieder so ein Begriff aus dem diskriminierenden Vokabular reaktionär-konservativer Kreise gegen alles, was sich andere Gedanken über Werte, Toleranz und Respekt macht ) so prächtig verkaufen lässt. Ein prima Geschäft, wenn man sich über die Verletztheiten einer seit Jahrhunderten verfolgten und fast von den Nazis vernichteten Minderheit kolumnistisch mit dem Titel "Rettet das Zigeunerschnitzel" lustig macht und deren traumatische Erfahrungen von Verfolgung, Deportation und Hass als "täglichen Schwachsinn" abtut. Wer sich so geschäftstüchtig und bestsellertauglich empört, hat entweder nichts begriffen oder will nichts begreifen. Letztendlich belegt der Verkaufserfolg dieses Werkes, dass es bitter notwendig ist, gegen die gedankenlos-diskriminierende Verwendung von Bezeichnungen wie  Zigeunerschnitzel einzustehen. Damit auch noch Geschäfte zu machen, ist schlichtweg unanständig. Hätte der "Bestsellerautor" einen Funken Anstand, dann sollte er die Erlöse dieses Werkes an Integrationsprojekte für Minderheiten, insbesondere für Sinti und Roma gehen lassen.

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